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Kunst senkt nachweislich Stress

Kritzel mit Linien und Notenblatt

Kunst senkt nachweislich Stress

Kunst gegen Stress. Damit ist es bewiesen.

 

Wissenschaftler der Drexel Universität in Philadelphia, USA, haben herausgefunden, dass kreatives Betätigen dass Stresshormon Cortisol im Blut nachweislich senkt.

Englischsprachige Länder sind uns ja häufig in vielen Trends voraus. Dies ist aber kein Trend, dies ist eine wissenschaftliche Bestätigung.

Forscher haben Probanden gebeten etwas Kreatives zu machen. Dabei war es den Teilnehmern freigestellt was sie machen: malen, zeichnen, gestalten oder kollagieren. Die kreative Einheit dauerte 45 Minuten. Es gab keine Vorgaben was und wie es gemacht werden soll, es gab keine Ansprüche ein tolles Werk zu schaffen und es war nicht wichtig ob man künstlerisch begabt ist. Die Probanden sollten sich einfach nur eine Dreiviertelstunde kreativ betätigen. So wie es Kinder machen, wenn sie einfach malen, zeichnen oder basteln.

Alle Teilnehmer empfanden die kreative Auszeit als angenehm und beruhigend.

 

Doch nicht nur das. Nachweislich war der Cortisolspiegel im Blut geringer als zu Beginn der Kunstsession. Das wurde dokumentiert, in dem den Probanden kurz vor und kurz nach der Kunstsession der Cortisolspiegel gemessen worden ist.

Interessant und wichtig ist, dass es keinen Einfluss hat, ob jemand künstlerische Erfahrung hat oder nicht – Kunst als Stressminderung wirkt bei allen.

Auch ich kann in meinem Atelier genau solche Prozesse beobachten und freue mich, dass hiermit auch mal ein wissenschaftliches Ergebnis vorliegt.

Wie Du mehr Kreativität in Dein Leben lässt.

 

Die Arbeit und To-do-Listen nicht mit nach Hause nehmen – das gelingt uns ja häufig nicht. Mit ein bisschen Kunst im Alltag lernst Du aber besser und schneller Dich von den kognitiven Belastungen der Alltag und der Arbeit zu distanzieren. Durch das kreative Arbeiten wird die rechte Hirnhälfte, die quasi emotionale Seite – aktiviert und die logische darf sich ein wenig ausruhen. So kannst Du dann viel schneller abschalten, kommst schneller in die Entspannung und schläfst nachts dann auch besser. Am nächsten Tag bist Du ausgeschlafen und fit. Und dann kann Deine logische Hirnhälfte wieder volle Power geben. Ein weiterer positiver Effekt Kunst und Kreativität in Dein Leben zu lassen: es fördert neue Neuronenverbindungen zu bilden und zu festigen. Kunst hilft Dir dann neue Lösungswege zu finden.

 

Mit Kunst lernt also Dein Gehirn neue Denkpfade zu betreten und alte zu verlassen, denn wenn Du immer das tust, was Du getan hast, dann bekommst Du auch immer das, was Du immer bekommen hast. Logisch, oder?!

 

Probier es doch mal aus und mach mal was anderes.

  • Mein erster Tipp für Dich: wenn Du einen ganz stressigen Tag hattest, dann halte doch mal irgendwo in der Natur an und genieße sie, lass sie auf dich wirken und atme tief durch. Sammle Dir während des Spaziergangs die Dinge der Natur ein, die dir begegnen: Blätter, Nüsse, Zapfen, Stöcke. Dann suche dir einen ruhigen angenehmen Ort und lege die Sachen zu einem kleinen Bild zusammen. Arrangiere sie hübsch auf einem abgestorbenen Baumstamm, lege eine Mandala oder hänge sie dekorativ an Zweigen auf. Was Dir gerade so einfällt.
  • Mein zweiter Tipp für Dich: mache eine kurze Pause in einem Café, frage den netten Kellner nach Stift und Papier und kritzel und doodel mal ein paar Minuten vor Dich hin, bevor es dann weitergeht. Doodeln sind Spontanzeichnungen von kleinen Männchen oder Gestalten während man eigentlich an was anderes denkt.
  • Mein dritter Tipp für Dich: wenn Du das nächste Mal telefonierst, dann doodel nebenher und lass ein kleines Bild entstehen.
  • Mein vierter Tipp für Dich: male und zeichne währen Du im Bus oder in der Bahn sitzt. Kleine Blöcke in DIN A6 oder sogar kleiner mit einem verstärkten Rücken eignen sich hervorragend dazu. Und wenn es dann ein bisschen ruckelt und wackelt, dann lass doch aus genau diesen Wackelstrichen ganz neue Phantasiewelten entstehen. Nutze das spontane auf dem Bild als neue Inspiration.
  • Mein fünfter Tipp für Dich: sicher hast Du schon diese Vielfalt an Ausmalbüchern in den Buchläden entdeckt. Ausmalbücher sind eine tolle Alternative, wenn Du dich mit dem Gedanken unwohl fühlst einfach so loszumalen. Ausmalbücher haben den Vorteil, dass Du dir über das Motiv keine Gedanken machen musst, sondern einfach nur ausmalen musst. Wenn Du aber nicht ein Heer an Filzstiften mit dir rumschleppen magst, zeichne doch in die verschiedenen Felder unterschiedliche Formen: kleine und große Dreiecke, Kreise und Linien, mal ausgefüllt und mal nur die Umrisse.

 

Es geht nicht darum am Ende ein schönes Bild zu haben, es geht darum während des Malens, während des Prozesses Ruhe und Entspannung zu erfahren.

 

Baue immer wieder kleine kreative Pausen ein, die Betonung liegt auf kleinen Pause, d.h. es geht um einige wenige Minuten, wo Du Stift und Papier zu Hand nimmst und einfach nur Formen und Farben auf´s Paper bringst. Du wirst sehen, dass sich mit der Zeit auch Deine Bilder verändern und entwickeln werden, dass beim Malen neue Gedanken auftauchen, Du im Moment versinken wirst, abschalten und entspannen kannst.

Und wenn Du jetzt Gefallen an der Sache mit der Kunst und dem kritzeln und aktiven entspannen gefunden hast, dann besorge Dir ein kleines Skizzenbuch und ein paar schöne Stifte in deinen Lieblingsfarben, die Du ab sofort immer dabei hast.

Malkurse am Abend besuchen

 

Vielleicht entdeckst Du in Deiner Stadt oder in Deinem Ort aber auch einen Malkurs, den Du regelmäßig besuchen kannst. Gerade nach der Arbeit regelmäßig aktiv zu entspannen ist ganz wichtig. Viele gehen zum Sport, aber es gibt so viele Möglichkeiten seinen Feierabend zu genießen. Im Gegensatz zum passiven entspannen – einfach nur Netflix anschalten und sich bedudeln lassen = passiv, unterstützt die aktive Entspannung Dein Wohlbefinden im Allgemeinen und wirkt sich positiv auf Körper und Seele aus. Aktiv sein am Abend bedeutet also nicht immer sich auf dem Laufband zu verausgaben, sondern den Kopf und die Hände neu zu verbinden, sich aktiv mit neuen Dingen zu beschäftigen.

Hast Du auch Erfahrungen gemacht, dass kreativ sein Dich beruhigt? Schreib es in die Kommentare.

 

 

 

Quelle: Reduction of Cortisol Levels and Participants’ Responses Following Art Making. Girija Kaimal, Kendra Ray & Juan Muniz. In: Journal of American Art Therapy Association, Vol. 33, Is. 2, S. 74-80, 2016.

DOI: 10.1080/07421656.2016.1166832