Kultur als Ressource in der

Datum

04 - 05 Mrz 2022

Uhrzeit

17:00 - 15:00

Kosten

185.00€

Labels

Fach- und Weiterbildungen,
Kunsttherapeutische Workshops

Kultur als Ressource in der Kunsttherapie – Fortbildung

Jede Kultur behandelt das gleiche psychische Material auf verschiedene Weise.                          

G. Devereux /Ethnopsychoanalytiker und Forscher

 

Eine  kulturübergreifende Kunsttherapie inklusive praktischer Übungen und unter Berücksichtigung der Kultur der jeweiligen Herkunftsländern wird als Ressource wahrgenommen, um damit zu arbeiten.

Die Kultur spielt eine enorme Rolle

Kunsttherapeutische Methoden, ihre Verwendung und der Umgang im therapeutischen Setting können eine Weiterentwicklung erfahren, wenn die Kultur des Gegenübers als Ressource berücksichtigt wird. Jede ethnische Gesellschaft hat ein spezifisches Bildgedächtnis, das sich aus der Geschichte, Kultur und den Erfahrungen ihres Landes speist (Natur, Erziehung, Architektur, Rituale, Religion, Kunst etc.).

Eine psychische Reaktion mag ähnlich sein, aber die Verarbeitung ist aus dem kulturell-gesellschaftlichen Zusammenhang unterschiedlich.

So können Bilder von Menschen mit einer Migrationsgeschichte anderes erzählen, als der/die„einheimische“ KunsttherapeutIn vermutet oder imaginiert. Als Mittel zur Suche nach einem Verstehen oder dem Austausch über das Gewesene kann man die teilnehmende Beobachtung der Ethnopsychoanalyse ähnlich der gleichschwebende Aufmerksamkeit der Psychoanalyse sehen.

Das Fortbildungswochenende ist in zwei Teilen aufgeteilt:

Freitagabend findet die Selbsterfahrung mit Christina Vedar statt. Sie hat eine kunsttherapeutische Methode entwickelt, die SozialpädagogInnen, LehrerInnen und TherapeutInnen kulturübergreifende Kompetenzen vermitteln. Hier geht es nicht darum einen Leitfaden an die Hand zu bekommen, sondern die eigene Reflexion zu Nutzen und eigene kulturelle Einflüsse aufzudecken für ein eigenes tieferes Verständnis und den reflektierenden Umgang mit sein Gegenüber.

Am Samstag erfahren Sie mit Antoaneta Slavova: Was ist Ethnopsychoanalyse und welche Bedeutung hat diese Wissenschaft in einer kunsttherapeutischen Setting? Wir sprechen über Übertragung und Gegenübertragung als  wichtige Ereignisse in einer therapeutischen Beziehung. Wenn dieser Prozess zwischen zwei verschiedenen Kulturen entsteht, dann haben die Sensibilität und das Geschehen einen höheren Bedeutungswert. Als Beispiel erfahren Sie über die Arbeit mit Frauen mit Flucht/Migrationsgeschichte, die  Partnerschaftsgewalt erlitten haben.

Das Seminar beinhaltet Theorie und kunsttherapeutische Selbsterfahrung.

Zielgruppe:

Kunsttherapeut*innen aus allen Arbeitsfeldern, SozialarbeiterInnen sowie Sozial- und SonderpädagogInnen

Termin:

  • Freitag, 04. März 2022,  von 17 bis 21 Uhr
  • Samstag, 05. März 2022, von 11 bis 15 Uhr

Veranstaltungsort:

Online, Ein Link wird nach der Anmeldung zugestellt.

Teilnahmegebühr:

185, – Euro inkl. MwSt.

Referentinnen:

Antoaneta Slavova, Sozialpsychologin M. A. und psychoanalytische Kunsttherapeutin in eigener Praxis: Arbeitsschwerpunkte: Prävention und Selbsterfahrung in sozialen Berufen, Lehrkunsttherapie, Erfahrung im Bereich: Gewalt gegen Frauen

Christina Vedar, Soziologin, M.A. und Kunsttherapeutin in eigener Praxis in Aachen, Arbeitsschwerpunkte: Prävention, Depression und Anpassungsstörungen, Migration und Flucht.

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