Datum

14 - 15 Mai 2021

Uhrzeit

Ganztägig

Wie kultursensibel kann Kunsttherapie sein? Vortrag auf der AGIK Tagung

Im Rahmen der Veranstaltung halte ich einen Vortrag zum Thema:

Wie kultursensibel kann Kunsttherapie sein?

Das Zweite Symposium der Arbeitsgruppe AGIK (Arbeitsgruppe für inter- und transkulturelle Kunsttherapie / DFKGT) an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft.

Rassismus, Antisemitismus, Migration, Rechtspopulismus und Verfolgung – gegenwärtig tritt eine Vielzahl unterschiedlicher soziokultureller Themen und Positionen in den Fokus der inter- und transkulturellen Kunsttherapie -, von denen wir alle betroffen sind. Es gilt einerseits Haltungen gegen diskriminierende Ideologien zu entwickeln und sich andererseits aktiv mit Fragen der kulturellen Vielfalt im Rahmen des jeweiligen Arbeitsfeldes auseinanderzusetzen. Innerhalb des Symposiums wollen wir spezifisch für die kunsttherapeutische Praxis Motive der kulturellen Begegnung und Beziehung im Kontext der Diversität der Kulturen zur Kenntnis und Diskussion bringen. Aus dem komplexen Themenbereich werden u.a. Fragen zum Umgang mit Diskriminierung und konkreten Bewältigungsmöglichkeiten erarbeitet.

Ist das Sichtbarmachen von eigenen inter- und transkulturellen Einflüssen zur  Sensibilisierung von Fachkräften möglich?

 

 

In meinem Vortrag werde ich der Frage nachgehen wie und ob das Sichtbarmachen von eigenen inter- und transkulturellen Einflüssen zur  Sensibilisierung von Fachkräften möglich ist.

Ich möchte den Blick aber von der KlientIn weg hin zur TherapeutIn wenden und folgende Fragen beleuchten: Kann in der Eigenanalyse überhaupt kultursensibel gearbeitet werden? Können Migrationserfahrungen in Seminaren „gelehrt“ werden? Was bedarf es für das Sichtbarmachen eigener inter- und transkultureller Erfahrungen im kunsttherapeutischen Setting? Abschließend wird anhand eines methodischen Beispiels ein Setting vorgestellt, das die eigene inter- und transkulturelle Historie sichtbar macht und bereits in Fachfortbildungen zur Transkulturellen Kunsttherapie Anwendung fand.

Migration und Flucht, die psychosozialen Belastungen im Wechsel von Land, Kultur, Sprache, Essgewohnheiten und der Arbeit, aber auch im Denken und Fühlen ist eine enorme Herausforderung für Menschen

und kann zu zeitweise, aber auch andauernden Belastungen und / oder Posttraumatischen Störungen führen. KlientInnen erhalten zunehmend die Möglichkeit dies kunsttherapeutisch zu bearbeiten, ob im psychologischen, sozialen oder pädagogischen Bereich. Ein kultursensibler Umgang seitens der TherapeutIn, SozialarbeiterIn oder LehrerIn wird als voraussetzend angesehen. Mehrere hundert Stunden Eigenanalyse ist nur den Fachausgebildeten PsychotherapeutInnen und KunsttherapeutInnen vorbehalten. Für  SozialarbeiterInnen oder LehrerInnen gilt es sich interkulturell fortzubilden. Doch was bedeutet es kultursensibel im kunsttherapeutischen Setting zu sein?

Das zweitägige Symposium findet online an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft statt. Im Mai als reine Online Veranstaltung.

 

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