Baby, Bye Bye

Als Frau ohne Kind – kein Mangel, sondern Erfüllung

Es gibt verschiedene Gründe kinderlos zu leben.

Einen Kinderwunsch zu haben und eine Familie zu gründen wird in unserer Gesellschaft als natürlicher Ablauf in fast jeder Lebensplanung angenommen. Bei Männern wird ein Leben ohne Kinder häufig akzeptiert, vielleicht weil Männer sich auch noch sehr spät einen Kinderwunsch erfüllen können. Bei Frauen ist das jedoch anders.

 

Frauen, die einen Kinderwunsch ablehnen oder sich noch nicht sicher sind, müssen sich häufig rechtfertigen und werden mit Diskussionen konfrontiert wie, dass der Wunsch noch komme oder nur der richtige Mann noch fehle.

Frau sollte sich an dieser Stelle bewusst sein, dass sie sich für ihre Entscheidungen im Leben nicht rechtfertigen muss und das Gegenüber in diesem Moment übergriffig ist. Denn auch in der Kinderfrage darf und muss jede Frau selbstbewusst sagen dürfen: “Mein Körper gehört mir!” Wir leben in einer Gesellschaft und zu einer Zeit, wo jede Frau selber entscheiden kann, ob sie eine Familie gründen möchte oder nicht. Das ist Luxus. Das haben wir dem medizinischen Fortschritt, der Frauenbewegung, der Technologisierung und unserem Rechtsstaat zu verdanken. Es gibt aber auch andere Gründe warum Frauen keine Kinder bekommen (können).

 

Tatsächlich gibt es kinderlose Frauen, weil

 

  • die Ursache medizinisch oder psychosomatisch ist
  • sie sich bewusst entscheiden
  • sie ungewollt kinderlos sind

 

(Aufteilung nach der Familiensoziologin Rosemarie Nave-Herz und dem Psychologen Klaus Alfred Schneewind)

 

Frauen, die keine Kinder planen oder haben, müssen sich mit gesellschaftlichem und familiären Druck bis hin zur Diskriminierung auseinandersetzen, eventuell entstehen auch partnerschaftliche Konflikte

 

Weiblichkeit = Mutterschaft. Warum das so eng miteinander verbunden ist.

 

Die Vollendung der Weiblichkeit wird in unserer heutigen Gesellschaft mit der Mutterschaft gekrönt. Der Ursprung dieser Erklärung liegt zeitlich in der Jahrhundertwende zum 18./19. Jahrhundert, die Wiege der bürgerlich – kapitalistischen Gesellschaft. Zu dieser Zeit ist das klassische Frauenbild und die Frauenrolle inklusive Mutterrolle geprägt worden und auch unser heutiges Familienbild – Mutter, Vater und zwei Kinder – haben sich in dieser Zeit geformt.  Und trotz Frauenbewegung und allgemeiner Weiterentwicklung in Arbeitsstruktur, Technologie und Wissenschaft leben wir heute noch nach diesen althergebrachten Werten und Strukturen und tragen diese weiter fort. Ebenso setzen sich bis heute christlich-abendländisch geprägte religiöse Traditionen fort in der die Frau weiterhin klassisch mit der Mutterrolle verknüpft ist und nur als Mutter wahre Lebenszufriedenheit erleben kann.

Wäre das nicht genug, kommt letztendlich der biologische Faktor zum tragen: Gerade Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, erscheinen als “Unnatürlich”, weil sie eine Gebärmutter haben, die sie quasi nicht nutzen. Die Reduzierung auf den Körper par excellence.

Mit Zuschreibungen wie Egoismus, Gefühllosigkeit, Starrheit, Kompromisslosigkeit oder Karrieresucht müssen sie sich auch auseinandersetzen, um nur einige zu nennen.

 

Druck von außen: sich als Frau nicht richtig fühlen

 

Wenn Sie sich nun als Frau noch nicht richtig mit ihrem nicht vorhandenen Kinderwunsch auseinandergesetzt haben, dann können Sie sich irgendwann nicht mehr gegen den Druck von außen wehren: es treten Selbstzweifel, Mangel an Selbstbewusstsein und das Gefühl falsch zu sein auf. 

 

Ungewollte Kinderlosigkeit

 

Frauen, die aufgrund Erkrankungen z. Bsp. frühen Krebserkrankungen, hormoneller Störungen oder organischen Ursachen oder aufgrund traumatischer Erfahrungen keine Kinder bekommen können, müssen sich nicht nur mit der Diskriminierung und dem Erwartungsdruck von außen auseinandersetzen, sondern müssen sich gerade emotional von einem vielleicht sogar vorhandenen Kinderwunsch verabschieden.  

 

Die Beweggründe und Ursachen, warum eine Frau keine Kinder bekommt sind also vielseitig und individuell oder sozialer, psychologischer, psychosomatischer, traumatischer oder biologischer Natur.

Frau sein ohne Wenn und Aber

Sie wissen schon ganz klar oder haben schon das Gefühl, dass ihr Leben ohne Kinder verlaufen wird, fühlen sich aber momentan erschöpft und unter Druck gesetzt sich immer rechtfertigen zu müssen oder zu erklären.

 

Sie spüren, dass sie in diesem Lebensthema noch nicht die richtige Position entwickelt haben, aber wissen, dass es ihr Weg ist.

 

Sie suchen nach Unterstützung und Begleitung ihre Weiblichkeit auch ohne Mutterschaft zu entdecken, zu pflegen und zu gestalten?

Bye Bye, Baby – Warum zu ART VEDAR

  • Sie suchen Austausch und Frieden mit ihrem Lebenskonzept ohne Kind. Egal aus welchem Grund sich dieses bei Ihnen ergeben hat.
  • Sie wollen sich nicht mehr rechtfertigen, sondern ihr Leben gestalten und proaktiv angehen. Sie haben Fragen und Ängste zum Thema und suchen Gleichgesinnte, um sich auszutauschen?
  • Sie möchten ihre Weiblichkeit finden und gestalten.

 

Kunsttherapeutische Angebote dienen dazu ihren Lebensentwurf bildlich und gestalterisch werden zu lassen, sich mit sich und Ihren Wünschen, Ängsten und ihren Gefühlen auseinanderzusetzen und auszutauschen.

Angebote zum Thema “Baby, Bye Bye” können Sie als Einzelperson oder in Workshops wahrnehmen. Aktuelle Angebote und Themen finden Sie unter Termine.

Für ein Einzelcoaching kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Glücklich auch ohne Kind - Kunsttherapeutische Angebote von ART VEDAR in Aachen

Atelier für Kunsttherapie – ART VEDAR

Hier finden Sie Raum zur kreativen Auseinandersetzung mit sich selbst

Persönliche Fragen, Umbruchsituationen im Leben, eine (kreative) Neuorientierung oder einfach die Lust mit Material, Farben und Formen zu experimentieren? Zu jedem Anlass, an jedem Punkt im Leben, in jeder Stimmung!

Kunsttherapie kann als unterstützendes Angebot zu einer bestehenden Therapie wahrgenommen werden oder als kreatives Coaching bei aktuellen Lebensfragen und -themen. Ich verspreche keine Heilung, aber ein tieferes Verständnis und eine feste Verbindung zu seinem Selbst.