Wie kultursensibel kann eine Kunsttherapie sein?

Wie kultursensibel kann eine Kunsttherapie sein?

Ich freue mich einen Kurzvortrag zum Thema “Wie kultursensibel kann eine Kunsttherapie sein” im Rahmen der AGIK Tagung an der Alanus Hochschule in Bonn / Alfter halten zu können. Die Tagung findet Online statt.

In meinem Kurzvortrag möchte ich das Sichtbarmachen von eigenen inter- und transkulturellen Einflüssen zur  Sensibilisierung von Fachkräften thematisieren. Migration und Flucht, die psychosozialen Belastungen im Wechsel von Land, Kultur, Sprache, Essgewohnheiten und der Arbeit, aber auch im Denken und Fühlen ist eine enorme Herausforderung für wandernde Menschen und kann zu zeitweise, aber auch andauernden Belastungen und / oder Posttraumatischen Störungen führen. KlientInnen erhalten zunehmend die Möglichkeit dies kunsttherapeutisch zu bearbeiten, ob im psychologischen,
sozialen oder pädagogischen Bereich. Ein kultursensibler Umgang seitens der TherapeutIn, SozialarbeiterIn oder LehrerIn wird als voraussetzend angesehen. Mehrere hundert Stunden Eigenanalyse ist nur den Fachausgebildeten PsychotherapeutInnen und KunsttherapeutInnen vorbehalten. Für  SozialarbeiterInnen oder LehrerInnen gilt es sich interkulturell fortzubilden.

 

Doch was bedeutet es kultursensibel im kunsttherapeutischen Setting zu sein?

 

In meinem Vortrag möchte ich den Blick aber von der KlientIn weg hin zur TherapeutIn wenden und folgende Fragen beleuchten: Kann in der Eigenanalyse überhaupt kultursensibel gearbeitet werden? Können Migrationserfahrungen in Seminaren „gelehrt“ werden? Was bedarf es für das Sichtbarmachen eigener inter- und transkultureller Erfahrungen im kunsttherapeutischen Setting? Abschließend wird anhand eines methodischen Beispiels ein Setting vorgestellt, das die eigene inter- und transkulturelle Historie sichtbar macht und bereits in Fachfortbildungen zur Transkulturellen Kunsttherapie Anwendung fand.

 

„Kunsttherapie & Diversität: Zeitaktuelle Perspektiven“

 

Das Zweite Symposium der Arbeitsgruppe AGIK (Arbeitsgruppe für inter- und transkulturelle Kunsttherapie / DFKGT) an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft.

Rassismus, Antisemitismus, Migration, Rechtspopulismus und Verfolgung – gegenwärtig tritt eine Vielzahl unterschiedlicher soziokultureller Themen und Positionen in den Fokus der inter- und transkulturellen Kunsttherapie -, von denen wir alle betroffen sind. Es gilt einerseits Haltungen gegen diskriminierende Ideologien zu entwickeln und sich andererseits aktiv mit Fragen der kulturellen Vielfalt im Rahmen des jeweiligen Arbeitsfeldes auseinanderzusetzen. Innerhalb des Symposiums wollen wir spezifisch für die kunsttherapeutische Praxis Motive der kulturellen Begegnung und Beziehung im Kontext der Diversität der Kulturen zur Kenntnis und Diskussion bringen. Aus dem komplexen Themenbereich werden u.a. Fragen zum Umgang mit Diskriminierung und konkreten Bewältigungsmöglichkeiten erarbeitet.

Das zweitägige Symposium findet online an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft statt. Es wird durch Vorträge, Workshops und Diskussionsforen Anstoß zur Auseinandersetzung mit komplexen gesellschaftlich relevanten und zeitaktuellen Themen geben. Dabei soll es darum gehen, die für die Kunsttherapie wesentlichen Inhalte herauszuarbeiten und zu konturieren.

Hier können Sie sich verbindlich anmelden.

Im weiteren werden die Dozent*innen und ihre Workshops und Vorträge einzeln vorgestellt.
Hier finden Sie eine Gesamtübersicht über das Programm sowie eine komplette Liste der Workshops und Vorträge.

Ich freue mich auf eine spannende Tagung und alle Workshops und Vorträge.