Forschung trifft Praxis!

Forschung Kunsttherapie Wissenschaft Praxis

Forschung trifft Praxis!

Forschung Kunsttherapie Wissenschaft Praxis

Diesen kleinen Beitrag schreibe ich, weil seit November genau diese beiden Themen nun bei mir zusammenfallen. Seit nun mehr als 5 Jahren habe ich mein eigenes Atelier für Kunsttherapie in Aachen und diesen Schritt habe ich mit allen Höhen und Tiefen, die eine Selbstständigkeit in Deutschland bedeutet nie, nie bereut. Irgendwann wollte ich dann auch nochmal Erfahrungen sammeln und habe dann auch zusätzlich als Kunsttherapeutin in der Uniklinik Aachen gearbeitet. Meine Stationen waren die geschützten Stationen sowie die Akutpsychiatrie. Diese Erfahrungen waren und sind sehr wertvoll und habe dort sehr gerne gearbeitet.

 

Dann kommt manchmal alles ganz anders: Forschung und Wissenschaft hat mich immer interessiert und so hat es mich im Sommer 2023 nach Riga zur EFAT Tagung verschlagen sowie zum Nürnberger Forum für Kunsttherapie nach Nürnberg im September. Das wollte ich machen, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell ging und so bin ich dann im November schon als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Alanus Hochschule in Alfter gelandet und darf dort nun dort mich weiterhin der Forschung widmen und auch der Lehre.

 

Kunsttherapie ist mehr als nur Malen und Zeichnen. Es ist eine Form der Therapie, die kreatives Schaffen als Mittel zur Heilung nutzt. In den letzten Jahren hat die Forschung in diesem Bereich deutlich zugenommen, und die Praxis der Kunsttherapie hat sich weiterentwickelt. Die Kunsttherapie bietet einen sicheren Raum, in dem Menschen ihre Gefühle und Gedanken durch Kunst ausdrücken können. Die Forschung hat gezeigt, dass dieser Prozess helfen kann, Stress abzubauen, das Selbstbewusstsein zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern. Dabei spielt die Interaktion zwischen TherapeutIn und KlientIn / PatientIn eine entscheidende Rolle, da KunsttherapeutInnen eine unterstützende und einfühlsame Rolle einnehmen und den Klienten/Patienten ermutigt, sich kreativ auszudrücken und seine Gefühle zu erforschen.

Forschung Kunsttherapie Wissenschaft Praxis

Die Forschung in der Kunsttherapie hat auch dazu beigetragen, die Wirksamkeit dieser Therapieform zu belegen. Studien haben gezeigt, dass Kunsttherapie bei einer Vielzahl von Problemen helfen kann, von Depressionen und Angstzuständen bis hin zu chronischen Schmerzen und posttraumatischen Belastungsstörungen.

 

Es zeigt sich, dass Forschung und Praxis in der Kunsttherapie Hand in Hand gehen. Die Forschung hilft, die Praxis zu informieren und zu verbessern, während die Praxis wiederum neue Forschungsfragen aufwirft. Ein ständiger Austausch, der dazu beiträgt, die Kunsttherapie zu einer effektiven und wertvollen Therapieform zu machen. Und so gehen nun auch Forschung und Praxis in meiner Arbeit Hand in Hand. Ich bin dankbar dafür weiterhin praktisch in meinem Atelier Kunsttherapie anbieten und umsetzen zu dürfen, und genauso auf der Metaebene mich Forschungsfragen und -themen widmen zu dürfen. Darüber hinaus ist besonders spannend für mich auch dieses Wissen an Studierende weitergeben zu dürfen, um einen wichtigen Beitrag auch für den Nachwuchs und die zukünftige Forschung zu geben.

 

Momentan beschäftige ich mich mit den Themen Ethik, Online Kunsttherapie, Forschungsmethoden und Inter- sowie Transkulturalität. Just stay tuned for more… 

 

Die Kunsttherapie hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Durch die Kombination von Theorie und Praxis bringen KunsttherapeutInnen nicht nur ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ein, sondern auch ihre Forschungsergebnisse, um die Therapie weiter zu verbessern. Neue Technologien und digitale Medien haben ebenfalls einen signifikanten Einfluss auf die Kunsttherapie, indem sie die Möglichkeiten der Kunsttherapie erweitern und den KlientInnen und PatientInnen neue Wege zur Selbstentdeckung und zum Ausdruck ermöglichen.

 

Medizinische Leitlinien Forschung Kunsttherapie Wissenschaft Praxis

Die Bedeutung der Forschung in der Kunsttherapie wird besonders deutlich, wenn man sie im Kontext medizinischer Leitlinien betrachtet. Medizinische Leitlinien sind evidenzbasiert, was bedeutet, dass sie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Ohne nachgewiesene Wirksamkeit durch gründliche Forschung, wäre es schwierig, Kunsttherapie in diese Leitlinien zu integrieren. Die Forschung liefert die notwendigen Beweise, um Kunsttherapie als wirksame Behandlungsmethode anzuerkennen. Dies ist letztendlich wichtig hinsichtlich der Kostenübernahme bei den Krankenkassen: denn ohne wissenschaftliche Erkenntnisse keine Etablierung der Kunsttherapie in das Gesundheitssystem.

 

Die Zukunft der Kunsttherapie sieht vielversprechend aus. Mit der wachsenden Anerkennung der Bedeutung der psychischen Gesundheit in der Gesellschaft und den Fortschritten in der Forschung und Technologie eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Kunsttherapie. Sie wird weiterhin eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der psychischen Gesundheit spielen und bietet einen einzigartigen Ansatz, der es den Menschen ermöglicht, ihre Gefühle und Gedanken auf eine kreative und heilsame Weise auszudrücken. Mit der kontinuierlichen Integration von Forschungsergebnissen in die Praxis können wir erwarten, dass die Kunsttherapie weiterhin wächst und sich entwickelt, um noch mehr Menschen zu helfen.

Forschung Kunsttherapie Wissenschaft Praxis